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 „Gute Bremskenntnisse“ sind im heutigen Straßenverkehr unabdingbar. Daher ist eine regelmäßige Überprüfung der Bremsanlage für alle Fahrer Pflicht und sollte häufiger als nur bei den obligatorischen technischen Checks alle zwei Jahre erfolgen. Zur Wartung der Bremsanlage gehört neben dem Austausch gebrauchter Bremsflüssigkeit und dem Austausch verschlissener Beläge auch die Überprüfung. Bremsscheiben. Jede Scheibe hat die vom Hersteller angegebene Mindestdicke und darf nicht überschritten werden. Überprüfen Sie die Dicke mit einer Mikrometerschraube, nicht mit einem Messschieber. Dies liegt daran, dass sich durch Materialverschleiß ein kleiner Vorsprung am Außenrand der Bremsscheibe bildet. Wenn Sie einen Messschieber verwenden, kann dieser Kamm die Berechnung verfälschen.

Das Überschreiten der Verschleißgrenze ist jedoch nicht der einzige Grund, eine Bremsscheibe auszutauschen. Bei hohen Bremskräften erreichen die Bremsscheiben Temperaturen von bis zu 600°C. 

Warnung: Bedienen Sie die Bremsanlage gemäß der folgenden Anleitung nur, wenn Sie ein erfahrener Handwerker sind. Riskieren Sie nicht Ihre Sicherheit! Wenn Sie an Ihren Fähigkeiten zweifeln, überlassen Sie die Arbeiten an der Bremsanlage unbedingt Ihrer Werkstatt.

 

Unterschiedliche Temperaturen, insbesondere am Außenring und am Scheibenrad, verursachen eine ungleichmäßige Wärmeausdehnung, die die Scheibe verformen kann. Auch auf dem täglichen Weg zur Arbeit können extreme Temperaturen erreicht werden. In den Bergen bringen Überfahrten (mit schwerem Gepäck und einem Passagier), die einen ständigen Gebrauch der Bremsen erfordern, die Temperatur in schwindelerregende Höhen. Blockierte Bremssattelkolben verursachen oft hohe Temperaturen; Scheiben, die ständig mit dem Belag in Kontakt stehen, verschleißen und können sich verformen, insbesondere Scheiben mit großem Durchmesser und stehen.

Moderne Motorräder verwenden kostengünstige Festscheiben mit relativ geringen Bremskräften. An der Vorderachse sind nach dem Stand der Technik schwimmend gelagerte Scheiben montiert;

  • Reduzierte Rollmasse für besseres Handling
  • Reduzierung hartnäckiger Massen
  • Materialien passen besser zu den Anforderungen
  • Spontanere Bremsreaktion
  • Reduzierte Neigung der Bremsscheiben sich zu verformen
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Die schwimmenden Scheiben sind mit einem auf die Radnabe aufgeschraubten Ring ausgestattet; bewegliche "Loops" sind mit der Schiene verbunden, auf der die Pads reiben. Wenn das Axialspiel dieser Verbindung 1 mm überschreitet, bricht die Bremsscheibe und muss ersetzt werden. Jedes Radialspiel verursacht beim Bremsen eine Art „Hub“ und wird auch bei der technischen Prüfung als Mangel gewertet.

 

Wenn die Scheibe verformt ist und ersetzt werden muss, prüfen Sie zusätzlich folgende mögliche Ursachen für die Verformung (die Bremsscheibe darf nicht parallel zum Kolben im Bremssattel stehen):

  • Ist die Vorderradgabel richtig eingestellt / ohne Verformung eingebaut?
  • Ist die Bremsanlage richtig verbaut (originaler oder fahrzeugtauglicher Bremssattel, bei der Montage optimal auf die Bremsscheibe ausgerichtet)?
  • Sind die Bremsscheiben perfekt plan auf der Nabe (unebene Auflageflächen können durch Lack- oder Loctite-Rückstände verursacht werden)?
  • Dreht sich das Rad korrekt auf der Achse und in der Mitte der Vorderradgabel?
  • Stimmt der Reifendruck?
  • Ist das Nabenlager in Ordnung?

Die Bremsscheibe sollte aber nicht nur bei Überschreitung der Verschleißgrenze, bei Verformungen oder verschlissenen Laschen ausgetauscht werden. Ein Belag mit viel Schaufel reduziert auch die Bremsleistung deutlich und die einzige Lösung für dieses Problem ist der Austausch der Scheibe. Bei Doppelscheibenbremsen sollten immer beide Scheiben ausgetauscht werden.

Für optimales Bremsen mit neuen Bremsscheiben immer neue Bremsbeläge montieren. Auch wenn die Beläge die Verschleißgrenze noch nicht erreicht haben, können Sie diese nicht mehr verwenden, da sich ihre Oberfläche dem Verschleiß der alten Scheibe angepasst hat und somit keinen optimalen Kontakt zu den Bremsbelägen hat. Dies führt zu schlechter Bremswirkung und erhöhtem Verschleiß der neuen Scheibe.

Prüfen Sie anhand der bereitgestellten ABE-Berechtigung, ob die von Ihnen erworbene Disc für die Anwendung des Fahrzeugs geeignet ist. Verwenden Sie für die Montage nur geeignetes Werkzeug. Um die Schrauben an Bremsscheibe und Bremssattel richtig festzuziehen, verwenden Sie Schraubenschlüssel... Informationen zu den Anzugsdrehmomenten und Bremswerten für Ihr Fahrzeug finden Sie im Reparaturhandbuch für Ihr Fahrzeugmodell oder wenden Sie sich an ein autorisiertes Servicecenter. 

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Bremsscheiben wechseln - los geht's

Bremsscheiben wechseln

01 - Motorrad anheben, Bremssattel ausbauen und aufhängen

Heben Sie das Motorrad zunächst auf sichere Weise an, um das Rad, an dem Sie arbeiten, zu entlasten. Verwenden Sie dazu einen Werkstattständer, wenn Ihr Motorrad keinen Hauptständer hat. Beginnen Sie mit dem Trennen des (der) Bremssattel(s) von ihrem Körper und ersetzen Sie dann die Beläge gemäß den entsprechenden mechanischen Ratschlägen. Bremsbeläge. Haken Sie zum Beispiel den Bremssattel ein. mit isoliertem Kabel zum Auto, damit es Ihnen nichts ausmacht, das Rad auseinander zu nehmen, nur nicht vom Bremsschlauch hängen lassen.

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02 - Rad ausbauen

Trennen Sie die Achse vom Rad und entfernen Sie das Rad von der Vordergabel / Schwinge. Lässt sich die Radachse nicht leicht lösen, prüfen Sie zunächst, ob sie z. B. sicher befestigt ist. mit zusätzlichen Klemmschrauben. Wenn Sie die Schrauben immer noch nicht lösen können, wenden Sie sich an einen Mechaniker. Lockere Schrauben.

 

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03 - Lösen Sie die Befestigungsschrauben der Bremsscheibe.

Stellen Sie das Rad auf eine geeignete Arbeitsfläche und lösen Sie die Befestigungsschrauben der Kreuzscheiben. Verwenden Sie insbesondere bei verriegelten Sechskantschrauben ein geeignetes Werkzeug und achten Sie darauf, dass es möglichst tief in den Innensechskant einrastet. Wenn die Schraubenköpfe beschädigt sind und kein Werkzeug in ihre Nuten einrastet, wird es für Sie schwierig, die Schrauben zu entfernen. Wenn die Schrauben fest angezogen sind, erhitzen Sie sie mehrmals mit einem Fön und schlagen Sie auf das Werkzeug, um sie zu lösen. Wenn der Sechskant am Schraubenkopf verbogen ist, können Sie versuchen, eine etwas größere Größe einzudrehen, indem Sie darauf klopfen, um die Schraube zu lösen.

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04 - Entfernen Sie die alte Bremsscheibe

Entfernen Sie die alte(n) Bremsscheibe(n) von der Nabe und reinigen Sie die Sitzfläche. Unregelmäßigkeiten (Farbreste, Loctite etc.) unbedingt entfernen. Dies erleichtert die Reinigung der Felgen und Achsen. Ist die Achse verrostet, kann sie z. B. ausgebaut werden. Sandpapier.

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05 - Neue Bremsscheibe einbauen und befestigen.

Montieren Sie nun die neue(n) Bremsscheibe(n). Ziehen Sie die Befestigungsschrauben über Kreuz an, beachten Sie dabei das vom Fahrzeughersteller angegebene Anzugsdrehmoment. Stark korrodierte oder beschädigte Original-Befestigungsschrauben müssen durch neue ersetzt werden.

Die Notiz : Wenn der Hersteller die Verwendung einer Schraubensicherung empfiehlt, verwenden Sie diese vorsichtig und sparsam. Die flüssige Schraubensicherung darf auf keinen Fall unter die Bremsscheibenauflagefläche sinken. Andernfalls geht die Parallelität der Scheibe verloren, was beim Bremsen zu Reibung führt. Die Montage der Rad- und Bremssättel erfolgt in umgekehrter Reihenfolge der Demontage. Die Radachse vor der Montage leicht einfetten, um Rostbildung zu vermeiden. Beachten Sie die Laufrichtung des Reifens vorne und ziehen Sie alle Schrauben mit dem vom Hersteller angegebenen Drehmoment an.

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06 - Bremse und Rad prüfen

Stellen Sie vor dem Einschalten des Hauptbremszylinders sicher, dass im Vorratsbehälter genügend Platz für einen höheren Bremsflüssigkeitsstand vorhanden ist. Neue Beläge und Scheiben drücken die Flüssigkeit aus dem System nach oben; sie darf den maximalen Füllstand nicht überschreiten. Schalten Sie den Hauptbremszylinder ein, um die Bremsbeläge zu aktivieren. Druckpunkt im Bremssystem prüfen. Stellen Sie sicher, dass sich das Rad beim Lösen der Bremse frei dreht. Wenn die Bremse schleift, ist bei der Montage ein Fehler aufgetreten oder die Kolben stecken im Bremssattel fest.

Die Notiz : Die Oberfläche der Bremsbeläge darf während des Betriebs nicht mit Fett, Pasten, Bremsflüssigkeit oder anderen Chemikalien in Berührung kommen. Wenn solche Verschmutzungen auf die Bremsscheiben gelangen, reinigen Sie diese mit Bremsenreiniger.

Warnung: Für die ersten 200 km der Fahrt müssen die Bremsscheiben und -beläge eingefahren sein. Während dieser Zeit sollte, wenn es die Verkehrslage zulässt, plötzliches oder längeres Bremsen vermieden werden. Vermeiden Sie auch Reibung in den Bremsen, die die Bremsbeläge überhitzen und ihren Reibungskoeffizienten verringern.

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