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Wenn die Vergaser nicht synchron sind, ist der Leerlauf laut, das Gas reicht nicht aus und der Motor liefert nicht die volle Leistung. Es ist Zeit, die Vergaser richtig einzustellen.

Was Sie über die Vergasersteuerung wissen müssen

Unregelmäßiger Leerlauf, falsche Gasannahme und mehr als normale Vibrationen bei einem Mehrzylindermotor sind oft Anzeichen dafür, dass Vergaser nicht synchron sind. Um dieses Phänomen mit einem Gespann von Pferden zu vergleichen, stellen Sie sich vor, dass ein Pferd nur daran denkt, einen Galopp zu beginnen, während das andere es vorzieht, sich im Trab ruhig zu bewegen und die beiden letzteren im Schritt. Der erste zieht vergeblich den Karren, die letzten beiden stolpern, der Traber weiß nicht mehr was er tun soll und checkt, nichts geht.

Verbindliche Bedingungen

Bevor Sie Vergaser einstellen, müssen Sie sicherstellen, dass alles andere funktioniert. Es ist notwendig, Zündung und Ventile sowie das Spiel in den Gaszügen richtig einzustellen. Luftfilter, Ansaugrohre und Zündkerzen müssen in gutem Zustand sein.

 

Woraus besteht die Synchronisation?

Bei Erreichen der richtigen Betriebsdrehzahl saugt der Motor das Gas/Luft-Gemisch aus den Vergasern an. Und wer Aspiration spricht, spricht auch von Depression. Nur wenn dieser Unterdruck in allen Saugrohren der Zylinder gleich ist, werden die Brennräume mit gleicher Leistung versorgt. Dies ist eine der Voraussetzungen für den reibungslosen Betrieb des Motors. Die Zufuhrmenge wird durch eine größere oder kleinere Öffnung der Luke reguliert; in unserem Fall ist dies die Position der Drosselklappe oder des Ventils verschiedener Vergaser.

Wie nehme ich die Einstellung vor?

Oftmals benötigen Sie einen sehr langen Schraubendreher, um an die Einstellschrauben zu gelangen. Meistens sind die Drosselklappen von Vakuumvergasern durch eine Federkupplung mit einer Einstellschraube verbunden. Synchronisieren Sie bei Vierzylinder-Motoren durch Drehen der Schrauben wie folgt: Zuerst die beiden rechten Vergaser relativ zueinander kalibrieren, dann das gleiche mit den beiden linken. Stellen Sie dann die beiden Vergaserpaare in der Mitte ein, bis alle vier Vergaser den gleichen Unterdruck haben.

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In anderen Fällen (z. B. bei Kerzenvergasern) verfügt die Vergaserserie über einen Vergaser, der als fester Referenzwert zum Synchronisieren anderer Vergaser dient. In den meisten Fällen befindet sich die Einstellschraube unter der oberen Abdeckung.

 

Depressiometer: ein unverzichtbares Werkzeug

Um an allen Saugrohren den gleichen Benzin-Luft-Gemisch-Volumenstrom regeln zu können, benötigt man Unterdruckmesser, also das Gegenteil der Sensoren, die zur Kontrolle des Reifendrucks verwendet werden. Im Gegensatz zu Reifen müssen Sie alle Zylinder gleichzeitig messen, daher benötigen Sie ein Messgerät pro Zylinder. Diese Manometer sind in 2er- und 4er-Sets, sogenannte Vakuummeter, erhältlich und enthalten auch die erforderlichen Schläuche und Adapter. In den meisten Fällen ist es bei Einstellungen erforderlich, den Tank zu demontieren, aber den Motor zu starten. Daher empfehlen wir Ihnen, für Ihre Vergaser eine kleine Flasche Benzin zu kaufen. Sie können dies zum Beispiel beheben. zum Rückspiegel.

Warnung: Führen Sie die Zeitmessung aufgrund des laufenden Motors im Freien oder unter einer offenen Haube durch, niemals in Innenräumen (auch nicht teilweise). Bei ungünstigen Winden besteht selbst in einer offenen Garage die Gefahr einer Kohlenmonoxid-(Abgas-)Vergiftung.

Vergasersynchronisation - Los geht's

01 - Wichtig: Beginnen Sie mit der Reduzierung des Luftdurchlasses

Vergaser synchronisieren

Beginnen Sie mit dem Drehen des Motorrads, stellen Sie es dann auf den Hauptständer und stellen Sie den Motor ab. Entfernen Sie dann den Tank und alle Abdeckungen und Verkleidungen, die im Weg sein könnten. Auf jeden Fall sollte sich der Benzintank über den Vergasern befinden. Jetzt ist das Depressionsmessgerät an der Reihe. In den meisten Fällen wird das Messgerät aus Verpackungsgründen unmontiert geliefert. Der Zusammenbau ist jedoch sehr einfach, Sie müssen nur den Anweisungen in der Anleitung folgen. Ziehen Sie die Rändelschraube (um den Luftstrom zu regulieren) vor der Verwendung von Hand an, ohne den Schlauch zu beschädigen.

Durch die sehr geringen Eindrücke sind die Nadeln der Manometer umso empfindlicher. Wenn Sie ein Manometer mit zu geringer Dämpfung anschließen und dann den Motor starten, bewegt sich die Nadel bei jedem Motorzyklus von einer Endstellung in die andere und das Manometer kann ausfallen.

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02 - Montage und Anschluss von Druckmessern

Vergaser synchronisieren

 

Die Vakuummeterrohre sind jetzt motorradmontiert; Je nach Auto werden sie entweder am Zylinderkopf (siehe Foto 1) oder an den Vergasern (meistens oben, zum Ansaugrohr gerichtet) oder am Ansaugrohr (siehe Foto 2) montiert.

Es gibt meist kleine Verbindungsröhrchen, die mit einem Gummistopfen verschlossen sind. Die kleinen Deckelschrauben des Vergasers oder Zylinderkopfes sollten gelöst und durch kleine Einschraubrohradapter ersetzt werden (die gängigsten werden oft mit Vakuummeter geliefert).

Vergaser synchronisieren

03 - Synchronisation aller Manometer

Vergaser synchronisieren

Kalibrieren Sie die Messgeräte zusammen, bevor Sie sie anschließen. Dies ermöglicht in jedem Fall die Erkennung von Messgeräten mit falschen Messwerten oder einer undichten Schlauchverbindung. Verbinden Sie dazu zunächst alle Messgeräte mit T-Stück- oder Y-Stück-Adaptern (oft auch bei Vakuummessgeräten mitgeliefert) so, dass sie alle an einem Ende des Rohres herauskommen. Letzteres an den Vergaser oder das Ansaugrohr anschließen. Die restlichen Verbindungen müssen geschlossen bleiben.

Dann den Motor starten und die Manometer mit den Rändelmuttern so einstellen, dass sich die Nadeln kaum bewegen, dabei auf ausreichende Dämpfung der Nadel achten. Stehen die Nadeln ganz still, ist die Lehre blockiert; Anschließend die Rändelmuttern etwas lösen. Alle Messgeräte sollten jetzt den gleichen Messwert anzeigen. Stoppen Sie den Motor wieder. Wenn die Anzeigen voll funktionsfähig sind, schließen Sie eine an jeden Zylinder an und platzieren Sie sie an einer geeigneten Stelle am Motorrad, und sichern Sie sie gegen Herunterfallen (die Anzeigen bewegen sich aufgrund von Motorvibrationen leicht).

Starten Sie den Motor, geben Sie dem Gashebel ein paar leichte Schläge, bis er etwa 3 U/min erreicht, und lassen Sie ihn dann im Leerlauf stabilisieren. Kontrollieren Sie die Skalenanzeigen und stellen Sie diese mit den Rändelmuttern ein, bis sie ausreichend ablesbar sind. Die meisten Hersteller erlauben eine Abweichung von ca. 000 bar oder weniger.

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Vergaser synchronisieren

04 - Den Vergaser auf die gleichen Messwerte einstellen

Vergaser synchronisieren

Je nach Modell den „Referenzvergaser“ der Vergaserbatterie suchen und dann nacheinander alle anderen Vergaser mit der Einstellschraube auf den Referenzwert mit höchster Genauigkeit kalibrieren. Oder gehen Sie wie zuvor beschrieben vor: Kalibrieren Sie zuerst die beiden rechten Vergaser, dann die beiden linken, dann stellen Sie die beiden Paare in die Mitte. Prüfen Sie in der Zwischenzeit durch leichtes Bewegen des Gaspedals, ob die Leerlaufdrehzahl noch auf der richtigen Motordrehzahl stabilisiert ist; bei Bedarf mit der Leerlaufdrehzahl-Einstellschraube einstellen. Wenn Sie nicht synchronisieren können, kann es sein, dass die Zylinder zusätzliche Luft ansaugen, entweder weil die Ansaugrohre porös sind, oder weil sie an Vergaser- oder Zylinderkopfübergängen nicht dicht sind oder weil die Grundeinstellung der Vergaser komplett war gebrochen. Seltener kann ein stark verstopfter Vergaser die Ursache sein. In jedem Fall müssen Sie diese möglichen Störungen finden und beseitigen; andernfalls ist kein weiterer Synchronisationsversuch erforderlich. Weitere Informationen zur Reinigung von Vergasern finden Sie im Vergaser-Mechanik-Rat.

Wir gehen von einer positiven Bilanz aus und gratulieren: Ihr Motorrad fährt jetzt regelmäßiger und beschleunigt spontaner ... für noch mehr Spaß als je zuvor. Jetzt können Sie das Manometer abnehmen und die Schläuche entlasten, indem Sie die Rändelmuttern leicht lösen. Schrauben Sie die Stifte (bei Gelegenheit auf Porenfreiheit achten) bzw. die Deckelschrauben ohne Kraftaufwand (flexibles Material!) ein. Zum Schluss Tank, Kappen/Verkleidungen einsammeln, dann ggf. den Rest des Gastanks direkt in den Tank gießen, fertig!

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