Honda Civic IMA: Electra

Der Kauf eines Hybridautos ist mit widersprüchlichen Gefühlen verbunden, die von der Unzufriedenheit mit der großen Vorabinvestition dominiert werden, die den Preis der entsprechenden Benzinoption bei weitem übersteigt.

Für die meisten Menschen sind Hybriden heutzutage ein interessantes, aber teures exotisches Spielzeug mit geringem praktischem Wert. Nur wenige stellen den Wert technologischer Investitionen in Hybridsysteme in Frage und stellen fest, dass sie, wenn auch teilweise, eine Lösung für das Problem des Schmelzens von Ölreserven und der Verdickung der Atmosphäre in Großstädten darstellen.

Der Civic Hybrid zeigt seine Idee, für fast jedes rote Licht auf seinem Weg Kraftstoff zu sparen - er schaltet den Motor leise ab, ohne auf den Rat eines Fahrers zu warten. Was für eine logische und natürliche Handlung vor dem Hintergrund der rauchenden Menge! Der sinnlose Leerlauf des Motors ist ein klarer Indikator für die Unvollkommenheit moderner Autos, da in diesem Modus die Prozesse in Verbrennungsmotoren äußerst ineffektiv sind und die schädlichen Emissionen vor dem Hintergrund des Nullbetriebs wahnsinnig hoch sind ...

Motor

Um das Gewicht zu reduzieren, ist der Aluminiumzylinderblock dünnwandig und die Reibung zwischen Kolben und Zylinder wird durch einen speziellen zweistufigen Oberflächenschleifprozess verringert. Die Kolbenringe sind wiederum so konstruiert, dass sie einen minimalen Druck auf die Wände ausüben. Die Oberfläche der leichten Aluminiumkolben verringert die Reibung durch mikroskopisch kleine Rippen an den Wänden und trägt so dazu bei, die Ölschicht besser zu halten. Konstruktoren Honda Sie zögerten nicht, auch das allgemeine Design des Motors zu ändern - beim Civic Hybrid kreuzt der Vorsprung der Zylinderachse nicht die Kurbelwellenachse, sondern wird bewusst zur Seite verschoben. Berechnungen zufolge reduziert dies den seitlichen Druck des Kolbens auf die Zylinderwand (und folglich die Reibungsverluste) erheblich, und der Effekt ist zu Beginn des Hubs am stärksten ausgeprägt, wenn die Gase den stärksten Druck auf den Kolben ausüben. Die Stahlverbindungsstangen haben eine leicht geschmiedete Konstruktion und eine spezielle Oberflächenbehandlung für zusätzliche Festigkeit.

Das elektrische IMA-System der vierten Generation ist das leistungsstärkste und effizienteste seiner Art.

Es besteht aus einem kompakten bürstenlosen Elektromotor, der zwischen Motor und CVT-Getriebe installiert ist, und einem intelligenten Netzteil mit NiMH-Hochleistungsbatterien. Der Motor verwendet einen effizienteren Permanentmagneten und der elektromagnetische Teil besteht aus flachen Metalldrähten, was eine kompaktere Bauweise ermöglicht.

Bei hartem Start und Beschleunigung erscheinen im Bereich "ASST" der kleinen elektronischen Anzeige auf dem Armaturenbrett mehrere Streifen, was bedeutet, dass der Elektromotor den Hauptmotor intensiv unterstützt. Ich kann nicht sagen, dass ich vom Schub des gesamten Antriebsstrangs besonders beeindruckt war, aber ich bin mir sicher, dass der kleine 1,3-Liter-Motor allein eine solche Beschleunigung wahrscheinlich nicht erreichen wird. Bei einer vorsichtigeren Annäherung an das Gaspedal verwendet das System nur den Verbrennungsmotor, und der Elektromotor geht in einen niederohmigen Modus über. Wenn das Auto eine bestimmte (relativ niedrige) Geschwindigkeit erreicht und nicht mehr beschleunigt, schaltet es in den vollelektrischen Modus und bezieht Energie aus den Batterien, wenn diese gut aufgeladen sind. Zu diesem Zeitpunkt sind alle Ventile im Hauptmotor geschlossen, um Verluste zu reduzieren. Wir haben bereits erwähnt, dass das System während der Beschleunigung beide Motoren verwendet und die Ventile je nach Intensität auf hohe oder niedrige Last umschalten. Auf der Strecke arbeitet nur der Verbrennungsmotor, und wenn die Drehzahl abnimmt, schließen die Ventile gleichzeitig mit dem Übergang des Elektromotors in den Regenerationsmodus. Dieser Vorgang wird auf dem Display durch das Auftreten mehrerer Streifen in der Zone "CHRG" angezeigt.

Text: Georgy Kolev

Foto: Miroslav Nikolov

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